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„Gendergerechte“ Sprache


Hallo liebe Leute, heute möchte ich mich mal wieder mit einer soziologischen bzw. gesellschaftsanalytischen Beobachtung melden: hier in (Süd-?)Australien wirkt sich das geschlechtsspezifische Verhalten nämlich sogar auf die Sprache aus: Männer haben eine andere Aussprache als Frauen! Natürlich ist das, wie meistens bei Akzenten und Dialekten, vom Bildungsgrad abhängig, aber für breite Teile der Bevölkerung trifft es zu.

Während nämlich im britischen Englisch z.B. das Wort „No“ (Nein) wie „Nou“ ausgesprochen wird, sprechen es australische Männer wie „Naü“ aus (wobei das „ü“ so zwischen „u“ und „ü“ liegt). Frauen allerdings sagen „Nöü“! Dies gilt für alle Wörter mit dem ou-Laut, wie „know“, „go“ und so weiter. Süß, wa?

Außerdem habe ich eine Erklärung, warum die Australier/innen so viel Unsinn labern: Während in Deutschland aus klimatischen, überbevölkerungstechnischen, religiösen (evangelischen) und nicht zuletzt kulturellen Gründen, die Sprache so knapp wie möglich gehalten wird um Dinge so schnell wie möglich zu organisieren, wird sie hier in Australien eher dazu benutzt, sich auf langen Fahrten gegenseitig zu unterhalten und die Langeweile zu bekämpfen: Man redet so lange (und unterhaltsam – siehe „öü“) wie möglich um den heißen Brei herum!

Soviel erstmal zur sicherlich nicht ganz wissenschaftlichen Gesellschaftsanalyse, aber was ist schon wissenschaftlich?!

Nun noch einige Impressionen vom Ende der Welt. (Es gibt übrigens hier in Süd-Adelaide, Süd-Australien eine recht kultige Kneipe die heißt „Worldsend“, und der Name ist Programm: dahinter kommt außer einigen Hügeln und Käffern nur noch der Südpol!)

Zuerst einige Bilder von meinem Herbstspaziergang neulich, bei dem besonders bemerkenswert ist, dass nur die europäischen Bäume im Herbst die Farbe ändern und die australischen grün bleiben. Dann ein Bild von einem sonntäglichen Ausflug in die Weinberge vor einigen Wochen. Danach einige Bilder von einer Demo auf der ich vorgestern war – sehr desillusionierend: knapp 100 SchülerInnen, die von „Resistance“ (wie Linksruck in Deutschland die „Parteijugend“ der Socialist Workers Party“) dazu angeheizt wurden, so Sprüche wie „Workers united, we’ll never be defeated“ zu schreien. Irgendwie lustig (nicht der Spruch, aber dass SchülerInnen ihn rufen). Aber traurig, dass hier auch sonst politisch nichts geht (soweit ich das mitbekomme).

Da es immer recht aufwändig ist, die Bilder in diesen blog einzubinden, werde ich die Fotos von nun an auf flickr.com hochladen.

Das zu diesem blog gehörende Foto-Set findet ihr hier. Leider ist die Steuerung etwas blöde, am besten ihr klickt auf das erste Bild und dann auf der rechten Seite immer auf das nächste Bild. (Wenn ihr auf „Slideshow“ klickt, bekommt ihr die Titel und Untertitel nicht zu sehen… )

Also, das Foto-Set ist hier.

Viel Spaß dabei und bis denne!
3.6.06 18:54



Up, Up and away


So liebe Leute, übermorgen früh um 6:45 Uhr werde ich in den Bus steigen und ich werde den Winter hinter mir lassen. Allerdings war der Winter in der letzten Woche (die ich frei hatte) gar nicht so schlimm: Während ich vorher das Haus kurz nach der Morgendämmerung verlassen hatte und erst nach Hause kam, wenn es dunkel war, und das Haus und das Leben entsprechend kalt war, konnte ich nun den wunderbaren frühlingshaften Winter auf dem Balkon genießen.

Derzeit versuche ich gerade mein Zeug zu packen und zu entscheiden, was ich mitnehme und was ich hier lasse. Alles nicht so einfach, und so langsam werde ich auch etwas nervös: die Abreise nach Australien war ja vor dem Hintergrund, dass wir ein Jahr am selben Platz bleiben und man entsprechend packen konnte, während ich nun ins absolute Ungewisse fahre. (Wer's nicht weiss: meine genauen Reisepläne stehen im vorletzten blog-Eintrag: hier.)

Naja, nicht ganz, mein bester Freund hier in Australien, Alex aus Brasilien (auf diesem Foto ganz rechts), ist zufällig (oder schicksalhafterweise?) vor einer Woche ebenfalls nach Cairns geflogen um dort zu arbeiten. Die Eltern seiner Freundin leben dort und wollen ihm bei der Arbeitsuche helfen – er ist nämlich auf Touristenvisa und dadurch noch gearschter als ich in den ersten Monaten (ich durfte zumindest arbeiten und habe eine gute Ausbildung). Er wird mich in Cairns erwarten und die ersten Nächte werde ich in der Herberge des Onkels zum guten Preis verbringen.

So, nun muss ich mal weiterpacken, hatte eigentlich noch mehr zu erzählen, aber so wichtig war’s auch nicht.

Hier noch einige Fotos der letzten Wochen


Bis dann!
Philipp
25.6.06 16:55





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